Kreis Recklinghausen fällt auf Platz 316 zurück

Aktuell gibt es im Kreis Recklinghausen 198 öffentlich zugängliche Ladepunkte und 5593 zugelassene Elekroautos. Im Schnitt teilen sich somit 28,2 Elektro-Pkw eine Ladesäule. Im November 2020 waren es noch 13,8 Elektroautos. Der Kreis Recklinghausen rutscht somit 70 Plätze nach hinten von Rang 246 auf Platz 316 aller 400 Städte und Kreise in Deutschland. Das macht einen Kreis für die E-Mobilität nicht attraktiv. Dass das auch anders geht, zeigt zum Beispiel der Kreis Borken auf Rang 109 mit 15,4 Elektroautos pro Ladepunkt.

Der Verband der Automobilindustrie (VDA) zeigt im neuesten Städte-Ranking der Ladesäulen, dass der Kreis Recklinghausen sich immer weiter verschlechtert. Das Ranking setzt die Zahl der Elektroautos in 400 Städten und Kreisen ins Verhältnis zur vorhandenen Ladeinfrastruktur. Das VDA-Ladenetz-Ranking basiert auf Daten der Bundesnetzagentur (BNetzA) zur Anzahl der Ladepunkte in deutschen Landkreisen und Städten mit dem Stichtag 01. Oktober 2021 und des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) zum E-Pkw-Bestand, ebenfalls zum Stichtag 01. Oktober 2021. Es werden nur Ladestationen von Betreibern aufgeführt, die das Anzeigeverfahren der Bundesnetzagentur abgeschlossen und einer Veröffentlichung im Internet zugestimmt haben.

Eine Million öffentliche Ladepunkte sollte es bis 2030 in Deutschland geben, so hieß es einmal im „Masterplan Ladeinfrastruktur“ der Bundesregierung.

Die Zahl der öffentlichen Ladesäulen steigt zwar, doch die Zulassungszahlen der Elektroautos wächst schneller. Aktuell kommen im Schnitt in Deutschland auf einen öffentlich zugänglichen Ladepunkt rund 21 Elektroautos. Beim letzten VDA-Ladenetzranking im April kamen auf einen öffentlichen Ladepunkt noch rund 17 Elektro-Pkw. Im Allgemeinen wird ein Verhältnis von einem Ladepunkt zu zehn E-Autos im Bestand als ausreichend angesehen.

Diese Zahlen machen klar: Die rund 250 öffentlichen Ladepunkte, die aktuell pro Woche im Durchschnitt in Deutschland hinzukommen, reichen bei weitem nicht aus. Um das Ziel von einer Million öffentlich zugänglicher Ladepunkte im Jahr 2030 erreichen zu können, müssten pro Woche rechnerisch rund 2.000 Ladepunkte entstehen. Das Ziel der designierten Bundesregierung 15 Millionen E-Autos bis 2030 in den Markt zu bringen erhöht den Druck auf die Ladeinfrastruktur weiter. Eine aktuelle Studie zeigt, dass unzureichende Lademöglichkeiten aktuell für viele Menschen den größten Vorbehalt gegen den Kauf eines E-Autos darstellt.

www.vda.de/vda/de/themen/elektromobilitaet/ladenetz-ranking

Elektrofahrzeuge nach Kommunen im Kreis Recklinghausen (31.Dezember 2020)