Lade-Apps

Wer mit einem Elektrofahrzeug unterwegs ist, kann zahlreiche öffentliche Ladestationen nutzen. Dabei gibt es zwei verschiedene technische Systeme:
Ladestationen mit Gleichstrom (DC):
Bei DC-Stationen befindet sich das Ladegerät in der Ladesäule. Das Aufladen funktioniert besonders schnell, weswegen diese Ladepunkte auch als Schnellladesäulen bekannt sind. Für das Aufladen mit höherem Tempo fallen allerdings auch höhere Kosten für die Kilowattstunde Strom an.
Ladestationen mit Wechselstrom (AC):
Das Aufladen an AC-Ladestationen dauert wesentlich länger. Die Kilowattstunde Strom ist dafür preiswerter.

Bezahlt wird über RFID-Ladekarten, Ladeschlüssel und Lade-Apps. Hier werden verschiedene Lade-Apps für Elektroautos vorgestellt.

  • MVV eMotion: Laden an den Stationen der Mannheimer VV Energie AG und Partnern z.B. allego, E.ON, EnBW und innogy eRoaming. Deutschlandweit zu einem einheitlicher Ladetarif von AC = 39 ct/kWh und DC = 45 ct/kWh. Dieser Preis gilt nicht für Ladepunkte der Ionity Ladeinfrastruktur. https://www.mvv.de/de/energie/e-mobilitaet/laden-in-mannheim
  • EinfachStromLaden: Man hat die Möglichkeit rund 50 öffentliche MAINGAU Ladesäulen im Rhein-Main-Gebiet zu nutzen und zusätzlich über 170.000 Ladepunkte in ganz Europa. In Deutschland bezahlt man für AC 44 ct/kWh und für DC 54 ct/kWh, bei Ionity in ganz Europa 75 ct/kWh. Es gibt noch einen Standzeitzuschlag von 10 ct/Minute wenn man länger als 240 Minuten an einer AC-Ladestation steht. An einer DC-Ladestation beginnt der Zuschlag ab 60 Minuten. https://www.maingau-energie.de/e-mobilitaet/Autostrom-Tarif
  • mobility+: EnBW Energie Baden-Wuerttemberg AG
    Ladestationen der EnBW und allen Partnerladestationen – dem größten Ladenetz in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Zudem können Sie überall in Italien, Frankreich, den Niederlanden, Belgien, Luxemburg und Lichtenstein und so an insgesamt über 190.000 Ladepunkten, zu einem einheitlichen Preis mit der EnBW mobility+ App laden und bezahlen.
    Der Standard-Tarif beträgt: AC: 45 ct/kWh und DC: 55 ct/kWh. Dieser Preis gilt nicht für Ladepunkte der Ionity Ladeinfrastruktur. Es gibt keine Grundgebühr, aber eine Blockiergebühr von 10 ct pro Minute (maximal 12 €), wenn man länger als 240 Minuten an der Ladesäule steht. Noch günstigere Tarife gibt es für EnBW Stromkunden und ADAC Mitgliedern. Auf kostenlose Ladepunkte wird von der App nicht hingewiesen. https://www.enbw.com/elektromobilitaet
  • Shell Recharge: NewMotion Deutschland GmbH mit Zugang zu 200.000 Ladepunkten in 35 Ländern mit der Shell Recharge App.
    Die Kosten für die Ladung sind variabel und werden von den Betreibern der Ladesäulen selbst bestimmt. Zum Beispiel kostet bei EnBW und allego AC 46 ct/kWh und bei Ionity kostet DC 81 ct/kWh. NewMotion nimmt zusätzlich pro Ladevorgang 35 ct (60 ct im Ausland). Sinnvoll ist die App mit Shell-Ladekarte oder -RFID-Chip (10 €). https://newmotion.com/de-de/landing/shell-recharge-karte

Ladestationen-Finder

Es gibt diverse Apps und Webseiten, die eine Kartenansicht mit den Ladestationen anbieten. Sie alle bieten üblicherweise folgende Informationen zu einer Ladestation: Standort auf der Karte inkl. Adresse und Fotos, Anzahl und Art der Anschlüsse, Kosten fürs Laden, Ladeverbund, Bezahlmöglichkeiten und Öffnungszeiten. Dabei variiert die Anzahl der aufgeführten Ladestationen und der Umfang und die Qualität der dazugehörigen Informationen. Die Kommentare und Bewertungen der User sind zum Beispiel alt und stimmen nicht mehr. Auch findet man in den Apps der Ladesäulenbetreiber keine kostenlosen Ladestationen.

Nur als Webseite gibt es GoingElectric. Diese überzeugt jedoch mit der Anzahl der gefundenen Ladepunkte, guten Filtermöglichkeiten (z.B. nach Steckerart) sowie einer hilfreichen User-Bewertung für die jeweiligen Ladestationen. http://www.goingelectric.de/stromtankstellen/

Dagegen gibt es die App Moovility für iOS und Android. Moovility zeigt, freie, funktionierende Ladesäulen und mit welcher Ladekarte man am günstigsten lädt. Dazu lassen sich Filter-Einstellungen nach Steckern (Typ 2, CCS), Öffnungszeiten oder Ladeleistungen vornehmen. Ein Farbcode gibt Auskunft über die Belegung des jeweiligen Ladepunktes: Grün bedeutet – alle Anschlüsse sind frei, Hellblau – teilweise belegt, Dunkelblau – alle Anschlüsse belegt und Rot – defekt. Parksensoren haben zwar erst wenige Ladeplätze verbaut, doch darüber lässt sich eine Aussage treffen, ob die Säule von einem Dauerparker (oder Falschparker) belegt ist, der überhaupt nicht lädt. Mit der Preisübersicht für jede Ladekarte und Ladepunkt erhält man Angaben, welche Ladekarte akzeptiert wird und auch welche den günstigsten Ladepreise für AC- sowie DC-Laden bietet. Es ist jeweils ein Durchschnittspreis pro 10 kWh angegeben.

Auf längeren Strecken ist es oftmals hilfreich, die Route im Vorfeld zu planen, um zu sehen, ob die Reichweite des Elektroautos für die geplante Strecke ausreichend ist oder ob und wo unterwegs geladen werden muss. Hier ist das Routenplanungs-Tool A Better Routeplanner (ABRP) eine gute Wahl. Nach Eingabe von Start und Ziel kann das Fahrzeugmodell ausgewählt werden. Zusätzlich können sowohl der Ladestand bei Abfahrt als auch der gewünschte Ladestand am Ziel eingestellt werden. Das Tool schlägt einem daraufhin einen Normverbrauch für das jeweilige Fahrzeugmodell vor. Dem Benutzer steht es offen, den Normverbrauch aufgrund der eigenen Erfahrungen und des persönlichen Fahrstils anzupassen. So kann man auch seine persönliche Höchstgeschwindigkeit hinterlegen. Falls die Reichweite für die geplante Strecke nicht ausreicht, zeigt ABRP an, an welcher Ladesäule wie lange am günstigsten geladen werden sollte. Der Benutzer kann die vorgeschlagene Route auch noch individuell anpassen, in dem er beispielsweise eine bestimmte Ladesäule deaktiviert, weil man dort nicht laden möchte. Plant man an einer anderen Ladesäule hingegen einen längeren Halt, weil man dort beispielsweise das Mittagessen einnehmen möchte, kann die Säule mit einer „langen Pause“ markiert werden, und die Streckenplanung und Ladehalte werden entsprechend angepasst.

AirElectric für iOS und Android bietet einen Preisvergleich nach bevorzugter und hinterlegter Ladekarte und berechnet die Ladedauer anhand der hinterlegten Fahrzeuge. Filter nach Hotel, Ferienwohnung, Restaurant, Kino, Autohof, Flughafen, Parkhaus, Supermarkt, auch kostenlose Ladestatione. Plugshare für private Ladesäulen Betreiber oder Ferienhäuser.

Die App Next Plug umfaßt mehr als 100.000 Ladepunkte in 48 Ländern. Je nach Ladeleistung sind die Ladestellen in verschiedenen Farben gekennzeichnet. Schnellladesäulen mit über 100 kW sind zum Beispiel rot markiert. Klickt man auf eine bestimmte Station, werden alle Informationen wie die Adresse, Ladestecker, Betreiber, Öffnungszeiten und Kosten aufgelistet. Der Unterpunkt „Ladeweile“ verrät, wie sich E-Fahrer ihre Zeit am besten vertreiben können, während ihr Auto mit Strom versorgt wird. Die App ist leider ausschließlich für Android verfügbar. 

NEXTCHARGE ist eine App für Android und iOS, mit der Sie die Ladestationen zum Aufladen finden können. In wenigen Sekunden wird die Ihrem Standort oder der von Ihnen eingegebenen Position am nächsten gelegene Ladestation angezeigt. Sie können die Karte, die Entfernung, den Status (verfügbar, besetzt, in Wartung) und die für das Erreichen der Ladestation benötigte Fahrtzeit angeben lassen und die Daten mit einem einfachen Klick an Ihr Navigationsgerät senden, um Ihr Ziel zu erreichen.